Die Sache mit der Vorfreude…

Der Tag des Abflugs rückt näher und näher (noch 7 Wochen!) und streng genommen habe ich immer noch richtig Bock drauf! Ich freue mich auf die Zeit der Freiheit, auf die Zeit des sicherlich harten aber immerhin freien »von-der-Hand-in-den-Mund«-Lebens, ich möchte eine andere Welt kennenlernen und auch mich selbst anders erfahren. Und natürlich freue ich mich auf neue Eindrücke und darauf, viele interessante Menschen kennenzulernen, die ähnliche oder vielleicht auch ganz andere Ideen in ihrem Kopf haben wie/als ich. Obgleich ich auch hin und wieder ein schockiertes Gesicht mache, wenn die Tage bis zum Abflug immer weniger und die TODOs bis dahin immer mehr werden: Die Vorbereitungen laufen ganz genauso so, wie sie sollen, nämlich mit möglichst wenig Stress und mit möglichst wenig im Vornherein zu planen. Das mag ein bisschen naiv klingen, ist aber genau die Form von Abenteuer, die ich mir für die Zeit wünsche.

Aber (und alles vor dem »aber« ist an dieser Stelle mal ausnahmsweise NICHT gelogen) es stellt sich doch an einigen Stellen ein bisschen Wehmut ein. Geradezu melancholisch denke ich dann und wann darüber nach, wie schlimm es wohl mit dem Heimweh und dem Vermissen werden wird und ob das alles so richtig ist wie es geplant ist. Ich zweifle keinen einzigen Augenblick an der Entscheidung und habe – wie bereits oben ohne Lüge erwähnt – richtig Bock drauf, nur fühle ich mich hier in meinem Umfeld und mit der jetzigen Situation (sowohl privat als auch beruflich) momentan einfach sehr wohl. Daher möchte ich ungern, dass sich hier etwas ändert und beim Gedanken daran, für eine so lange Zeit wegzugehen, wird mir dann schon ein bisschen mulmig. Denn es WIRD sich etwas verändern, oder nicht? Ich bin davon überzeugt, dass nichts so ist, wie es mal war, wenn ich wieder komme, auch wenn vermutlich erschreckenderweise »alles wie immer« sein wird.

Ich habe so den Traum davon, dass ich einfach weg gehe, mich weiter entwickle, eine Weile mein Ding mache, mich mit neuen Menschen und neuen Eindrücken umgebe und dann zurück komme, und alles und jeder sich so verhält, als wäre ich nie weg gewesen. Aber kann das so laufen? Auch zu Hause wird sich mein Umfeld schließlich weiter entwickeln und sich neuen Leuten und Eindrücken hingeben. Oder aber, das ist nicht der Fall, alle bleiben, wie sie jetzt sind, aber ich ändere mich und daher ändert sich meine Sichtweise auf die jetzige Situation.

Hach, es wäre so schön, wenn es einfach wäre. Aber einfach ist es einfach nicht. So viele liebe Menschen sind mir die letzte Zeit ans Herz gewachsen und viele von ihnen werden mir bleiben – weil sie eh immer da sind!, aber die, die auf dem Weg möglicherweise zurück bleiben, vermisse ich jetzt schon. Total verrückt. Dabei bin ich noch nicht mal weg.

Kommentar (1)

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