JAAA! Wir haben das Auto!

Na das war vielleicht ein Tag! Um 14 Uhr sollten wir ja das Auto abholen können… Um 13:45 Uhr schrieb Steve, er sei spät dran und er schaffe es erst um 15:30 Uhr. Also ließen wir uns Zeit, holten in aller Ruhe das Geld ab (natürlich mit einem mulmigen Gefühl im Bauch, mit soviel Geld in der Tasche rumzulaufen) und gingen von der Tram-Haltestelle schonmal zuerst zum Kmart, einem Kaufhaus in dem man alles Erdenkliche kaufen kann, besonders Campingzeugs und Heimutensilien. Wir sahen auf Anhieb unglaublich viele Dinge, die wir so brauchen werden könnten… 😀

Dann war es schon kurz vor halb und wir beeilten uns, um zu Steve zu kommen. Vor seiner Tür riefen wir ihn an (es gibt keine Klingeln bei den Appartement-Häusern) und sagten ihm, dass wir vor der Tür stehen. Als Antwort kam, wir sollten noch zu McDonalds und uns einen Kaffee holen. Er würde uns anrufen, wenn er da ist, es sei so viel Verkehr. Wir dachten schon kurz genervt: „Na toll!“ aber entschieden uns dann tatsächlich für einen Burger bei McDonalds um die Ecke, weil wir beide ziemlich hungrig waren. Und Unterzuckerung gepaart mit Aufregung ist ja meist nicht so gut. Das Burger-Menü war lecker. Und die kalte Cola tat gut. Und die Toilette auch. Und wir warteten… Und warteten…

Nach fast 2 Stunden (das ist kein Spaß, es war mittlerweile 17:15 Uhr !!!!) entschieden wir uns, Steve eine SMS zu schicken. „So? What do u think how long it takes you to get to Richmond?“ Als Antwort kam direkt: „Just there.“

Und wir so: „BOAH EY! Was für ein blöder Arsch, der war bestimmt erstmal noch ne Runde was essen und so“. Letztlich denke ich, das ist ein bisschen die Mentalität hier, mit der man sich wahrscheinlich abfinden muss.

„No worries!“

Dann gingen wir zu Steve und nach 2 Minuten kam er dann tatsächlich vorgefahren. In unserem Wagen mit glänzend neuer Frontscheibe, frisch aus der Waschanlage – Er (das Auto) sah super aus! Kurz hoch in die Wohnung um die letzten Formalitäten zu klären. Wir mussten z. B. für die Ummeldung (Transfer) ein Formular ausfüllen, was dann sowohl Steve als auch wir unterschrieben. Dann die Bezahlung. Steve zählte das Geld… und… es fehlten 600$ !!! Oh nein! Wir hatten uns beim Abheben vertan und einen Zahlendreher! Man man man! Ich ärgerte mich schon ziemlich über mich selbst, aber es half ja nichts: Wieder raus aus der Bude, um die Ecke und zur Tankstelle und Geld abheben. Erneut… 😀

Dann konnten wir endlich los um die ersten 1,2 km mit unserem Wagen zum Kmart zu fahren. YEAH!

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Der Weg und das Fahren war gar nicht so schlimm wie gedacht, alles in allem guckte Charly für mich nach links (das ist ein bisschen kniffelig den Abstand zur ungewohnten Seite einzuhalten, man neigt dazu zu nah an den parkenden Autos links zu fahren) und ich fühlte mich schnell nicht mehr so unsicher wie zuvor. Trotzdem erstmal wieder: Scheibenwischer statt Blinker gesetzt. Ich bin gespannt wie oft das noch passiert 😀 Wir haben gerade beschlossen, eine Strichliste zu führen und pro Strich muss abgespült werden oder irgendsowas… Ich habe heute schonmal drei Striche gesammelt 😀

Und dann gings ab mit Shopping extrem!

  • Luftmatratze
  • Luftpumpe
  • Teller, Tassen, Besteck bzw. Geschirrset
  • Tarp
  • Zelt
  • Benzinkanister
  • Kissen
  • Atlas/Straßenkarte
  • Kühlbox
  • Campingtisch
  • Campingstühle
  • Picknickdecke
  • Solarleuchten
  • Kleiderboxen
  • Schneidebretter
  • Geschirrhandtücher/Spülschwämme
  • diverse Weihnachtsdeko
  • und bestimmt noch mehr Zeug das ich vergessen hab aufzuzählen, Gesamtrechnung: 370$! Schnäppchen-Tag 😀

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Als wir dann endlich fertig waren, war es schon nach 8 Uhr und wir entschieden uns dafür, doch noch eine Nacht bei Chris zu verbringen, da es zu spät war noch die Stadt zu verlassen. Wir sortierten das ganze Zeug im Kofferraum noch passend und packten unsere Klamotten aus den Rucksäcken raus in so praktische Faltboxen, die wir extra dafür gekauft hatten. Endlich mal die Kleider ein wenig sortiert verstaut! Außerdem habe ich ein Schild fürs Auto gebastelt, damit wir es nie vergessen:

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Morgen müssen wir dann noch die Ummeldung regeln, uns über eine Versicherung informieren und einen Campingkocher kaufen. Die waren heute leider ausverkauft, es scheint gerade größeren Bedarf zu geben. Und dann geht’s aber wirklich hoffentlich los in Richtung „raus aus der Stadt“. Mit unserem tollen Auto, ich liebe es jetzt schon! ♥♥♥

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„Victoria – The place to be“ steht übrigens auf den meisten Kennzeichen im State Victoria 🙂

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